Im Dorfkern von Merenschwand wurde ein moderner Ersatzneubau für schulische Nutzungen realisiert, der die bestehende Schulanlage ergänzt und zu einem campusartigen Ensemble weiterentwickelt. Der Neubau vereint verschiedene Bildungs- und Betreuungsangebote unter einem Dach und wird von Primarschule, Kindergarten, Mediothek sowie Kindertagesstätte (KITA) genutzt. Das Gebäude wurde in Hybridbauweise erstellt: Der tragende Kern sowie die Decken sind in Stahlbeton bzw. als Betonverbunddecken ausgeführt, während die Fassade aus vorfabrizierten Holzelementen besteht. Diese Bauweise verbindet strukturelle Robustheit mit einem nachhaltigen Materialeinsatz. Im Erdgeschoss befindet sich die Mediothek als offener Lern- und Begegnungsraum. Im 1. Obergeschoss sind der Gruppenhort, eine Gruppen-KITA sowie eine Aufwärmküche für den Mittagstisch untergebracht, wodurch eine ganztägige Betreuung und Verpflegung gewährleistet wird. Das 2. Obergeschoss beherbergt mehrere Klassenzimmer für die Primarschule und bietet eine moderne Lernumgebung. Im Zuge des Projekts wurde die Parkierungsanlage im Untergeschoss erweitert und in direkter Abstimmung mit dem Neubau der LANDI realisiert. Die neue Autoeinstellhalle verfügt über eine mechanische Be- und Entlüftung sowie über eine erweiterte Sprinkleranlage und eine CO/NO-Warnanlage zur Gewährleistung der Sicherheit. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Niedertemperatur-Fussbodenheizung, angeschlossen an die örtliche Fernwärmeversorgung der Kistenfabrik. Für die Lüftung sind zwei separate Anlagen im Einsatz: Eine Anlage versorgt die Schulräume mit Frischluft, während eine zweite Anlage speziell für die Be- und Entlüftung der Aufwärmküche ausgelegt ist. Die Luftführung in den Schulbereichen ist architektonisch in die Schrankzonen integriert und dadurch nahezu unsichtbar. Weitwurfdüsen sorgen für eine zugfreie und effiziente Luftverteilung von den Kernen in die Nutzungszonen. Die Brauchwarmwasseraufbereitung erfolgt über eine eigene Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ergänzend wurde ein Sanitär-Hygienekonzept umgesetzt, bei dem die Anzahl der Warmwasserentnahmestellen bewusst reduziert wurde. Abgerundet wird das energetische Gesamtkonzept durch eine flächendeckende Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Eigenstromproduktion.
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