Diese Frage stand im Zentrum des Referats von Thomas Wickart an der Delegiertenversammlung des SVFB (Schweizerischer Verband für Feuerbestattung).

Auf den ersten Blick mag die Nutzung von Abwärme aus einem Krematorium ungewohnt erscheinen.
Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Im Zeitalter der Energie- und Wärmetransformation ist es möglich, die entstehende Wärme respektvoll zu nutzen. Entscheidend ist dabei, dass kein direkter Zusammenhang zwischen der eigentlichen Kremation und der erzeugten Heizenergie besteht – genutzt wird ausschliesslich Abwärme, die sonst ungenutzt an die Umwelt abgegeben würde.

Am Beispiel des Energieverbunds Rüti Zentrum zeigte Thomas, wie sich diese Abwärme respektvoll in ein modernes Wärmeversorgungssystem integrieren lässt. Über einen zentralen Energy Hub wird sie gemeinsam mit weiteren lokalen Energiequellen so genutzt, dass die Quelltemperaturen für die Wärmepumpen gezielt angehoben werden. Das erhöht deren Effizienz, senkt den Strombedarf und steigert den Anteil erneuerbarer Energie im Gesamtsystem.

Die Stiftung Krematorium Rüti ist als Partnerin im Energieverbund eingebunden und engagiert sich seit Jahren als Pionierin für die Nutzung dieser Ressource. Damit zeigt das Projekt, wie technische Innovation, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit bestehenden Energiequellen zusammenwirken können.

Die Energiewende gelingt dort am besten, wo wir bestehende Ressourcen neu denken und clever miteinander vernetzen.

💛 Vielen Dank an den SVFB für die Einladung und den spannenden Austausch.