Im Rahmen der Sanierungsstrategie der Fernwärme Horgen wurde ein wichtiger Knotenpunkt saniert und an zukünftige Anforderungen angepasst. Die neue Linienführung verläuft entlang einer provisorischen Turnhalle, die sich ebenfalls im Bau befand. Die engen Platzverhältnisse und die anspruchsvolle Koordination vor Ort machten die Umsetzung besonders anspruchsvoll.
Damit die Fernwärmeleitungen unter der stark frequentierten Einsiedlerstrasse verlegt werden konnten, wurden zwei Pressbohrungen im Imlochhammerverfahren erstellt. Sobald die beiden Stahlrohre (Ø 813 mm) realisiert worden sind, wurden darin zwei DN250/500-Fernwärmeleitungen verlegt. Für die Qualitätssicherung wurden nebst einer Druckprobe auch die Schweissnähte zu 100% geröngt. Die Muffen wurden zudem im Induconverfahren verschweisst, so dass sie gegen äussere Einflüsse besser geschützt sind. Zusätzlich wurden jeweils drei Leerrohre für Kommunikation und Leckageüberwachung eingebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden sämtliche Armaturen wie Entlüftungen und Schieber erneuert, so dass das der Betreiber das Netz wieder zuverlässig bedienen kann.
Der Zusammenschluss erfolgte in einem Tageseinsatz pro Vor- und Rücklauf. Dadurch konnte der Unterbruch für die Kunden auf ein Minimum reduziert werden. Durch die sich im Bau befindende Turnhalle mussten die Arbeiten mit einem hohen Zeitdruck realisiert werden. Dank einem guten Austausch mit den beteiligten Unternehmer, Bauherrschaft und Planern, konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Die neue Leitung ist auf eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren ausgelegt und trägt massgeblich zu einer zuverlässigen Wärmeversorgung bei.





