In Horgen wurden im Rahmen einer umfassenden Werkleitungs- und Strassensanierung im Dorfteil Waldegg/Kalkofen die bestehenden Fernwärmeleitungen erneuert. Die neuen Leitungen mit einem Durchmesser von DN250 (Dämmstärke 3) ersetzen ein Teilstück der bestehenden Hauptleitung aus den 1980er Jahren. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Energieversorgung während dem Bau sicherzustellen, was den Einsatz von provisorischen Leitungen und mehrere mobilen Heizzentralen erforderlich machte. Zahlreiche alte Hausanschlüsse im Versorgungsbereich konnten so vollständig saniert werden.

Das eng getaktete Terminprogramm, welches sich über 2 Jahre hinauszog, war abgestimmt mit weiteren Werkleitungssanierungen und dem Strassenbau. Die Fernwärme musste weiter bis zum Beginn der Heizperiode wieder in Betrieb sein, um hohe kosten für ein leistungsstarkes Provisorium zu vermeiden sowie auch bei widrigen Wetterbedingungen keine Einschränkungen an die Qualität zu haben. Für die Qualitätssicherung wurden nebst einer Druckprobe auch die Schweissnähte geröngt. Die Qualitätskontrolle sowie die neue Leckageüberwachung trägt ihren Teil für eine hohe Versorgungssicherheit in den kommenden Jahrzehnten bei. Nebst den Rohrleitungsbau im Erdreich wurden auch diverse innenliegenden Rohrleitungen und Gebäudeeintritte saniert. Über die gesamte Strecke wurde eine Leerrohranlage erstellt, so dass zukünftig via LWL die Unterstationen überwacht und die Zählerdatum ausgelesen werden können. Weiter wurden auch Noteinspeisepunkte erstellt, so dass bei einem Ausfall der Wärmeversorgung auch dezentral ein Wärmeerzeuger die Versorgung des Quartiers sicherstellen kann. Diverse Verteilleitungen des Quartiernetzes wurden im Folgejahr ebenfalls saniert um so für eine hohe Versorgungssicherheit beizutragen. Durch die Sanierung wurde der Versorgungsbereich auf den neuesten Stand der Technik gebracht und das Quartier Waldegg / Kalkofen kann weiterhin mit nachhaltiger Wärmeenergie ab der KVA Horgen versorgt werden.