Im Zusammenhang mit der Bachumlegung des Chnübrechibachs auf dem Areal der KVA Horgen, wurde ein weitere wichtiger Knotenpunkt der Fernwärme Horgen saniert und weiter entflechtet. Mit der vorgängigen Umlegung der Fernwärme wird das Risiko eines Schadenfalls für den späteren Tunnelvortrieb für die Bachumlegung merklich reduziert. Hierfür musste die Fernwärmeleitungen örtlich verlegt werden.

Um die Umlegung zu ermöglichen mussten weitere Schieberpaare in den Hauptvor- und Hauptrücklauf installiert werden. Da die Arbeiten nahe der Zentrale stattfinden, ist bei einem Unterbruch das gesamte Netz betroffen. Um die Installation überhaupt durchzuführen musste ein Streckenabschnitt mit rund 2x20m3 Wasserinhalt entleert und die Wärmversorgung ab der KVA gekappt werden. Die Wärmversorgung erfolgte während je einem Tag ab den Spitzenlastzentralen im Netz. Die Arbeiten starteten bereits in der Nacht, so dass am Abend wieder der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Nur Dank einer minutiöser Vorbereitung dieses Unterbruchs und einem guten Austausch mit den beteiligten Unternehmer, Bauherrschaft und Planern, konnte die Einbauten an den Hauptvor- und Hauptrückläufen erfolgreich durchgeführt werden.

Sollte trotz allen Vorsichtsmassnahmen und weiteren Vorkehrungen ein Schadenereigniss eintreten, sind die neuen Schieberarmaturen mit elektrischen Antrieben ausgerüstet, welche eine komplette Entleerung des Netzes verhindern sollen. Hierfür wurden entsprechende Überwachungen nachgerüstet und die Entsprechenden Aktoren verbaut. Die anschliessende Reparatur kann danach geordnet ablaufen und die Kunden können im Idealfall nach wie vor nachhaltige Wärme von der KVA beziehen.