Auf rund 450 Tm wurde eine neue Fernwärmeleitung in DN125 (Dämmstärke 3) mit starren Rohren verlegt – anstelle der bisherigen Flexleitung aus den 1980er Jahre. Die Sanierung der Fernwärmeleitungen auf diesem Streckenabschnitt wurde aus altersbedingten Gründen sowie mit einem Ausblick auf eine hohe Versorgungssicherheit notwendig. Die AWIAG konnte die Planungsdienstleistung für die Rohrplanung der Phase 3-5 erbringen.

Das steile Gelände stellte sowohl in der Planungsphase als auch später in der Ausführung hohe Anforderungen an die Rohrstatik bzw. den eigentlichen Bau. Mehrere U-Dehner, vorgebogene Fernwärmerohre, eine etappenweise Inbetriebnahme und provisorische Heizlösungen für die Kundschaft gehörten zu den zentralen Herausforderungen. Das enge Terminprogramm war abgestimmt mit weiteren Werkleitungssanierungen und dem Strassenbau. Die Fernwärme musste weiter bis zum Beginn der Heizperiode wieder in Betrieb sein, um hohe kosten für ein leistungsstarkes Provisorium zu vermeiden sowie auch bei widrigen Wetterbedingungen keine Einschränkungen an die Qualität zu haben. Nebst den Rohrleitungsbau im Erdreich wurden auch diverse innenliegenden Rohrleitungen und Gebäudeeintritte saniert. Über die gesamte Strecke wurde eine Leerrohranlage erstellt, so dass zukünftig via LWL die Unterstationen überwacht und die Zählerdatum ausgelesen werden können. Dank einem guten Austausch mit den beteiligten Unternehmer, Grundeigentümer und Planern, konnte das Projekt in der geplanten Zeit realisiert werden. Die neue Leitung ist auf eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren ausgelegt und versorgt das Quartier nun auch weiterhin mit nachhaltiger Wärmeenergie ab der KVA Horgen.